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20082008
3.8.2020 : 16:45 : +0200
Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Die undefinedTabellen zur aktuellen Wirtschaftslage bieten einen schnellen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich.

FIW Pressenotizen 2008

FIW-Studie: Pro Jahr durchschnittlich 6000 zusätzliche Arbeitsplätze von 1995 bis 2003

Die Beschäftigungslage in Österreich profitierte insgesamt von der Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft und insbesondere durch die verstärkte Handelsintegration mit den osteuropäischen Partnerländern im Zeitraum 1995 bis 2003. Pro Jahr wurden in diesem Zeitraum 7.500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wiener Institutes für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) und des Industriewissenschaftlichen Institutes (iwi) im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Internationale Wirtschaft (FIW). Die Studie untersucht die direkten und induzierten Beschäftigungswirkungen der Outsourcingaktivitäten heimischer Unternehmen, von Exporten und Importen. Beschäftigungsverluste durch Outsourcingaktivitäten und vermehrter Importkonkurrenz wurden durch die vermehrten Exportaktivitäten mehr als kompensiert. Weiters zeigt die Studie, dass die Beschäftigungseffekte nach Ausbildungskategorien relativ ähnlich und insgesamt positiv für alle Kategorien waren. Das bedeutet, dass die niedrig qualifizierten Arbeitskräfte nicht im besonderen Ausmaß von der Internationalisierung betroffen waren. Der Rückgang der Nachfrage nach niedrig qualifizierten Personen ist daher auf andere Ursachen zurückzuführen.

Auch Zukauf von Dienstleistungen aus dem Ausland fördert WarenexporteDienstleistungen haben als wichtige Inputs im Produktionsprozess vieler Industrieprodukte positive Effekte auf die Produktivitätsentwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der Sachgütererzeugung. Sie werden auch für die Vermarktung industrieller Erzeugnisse immer wichtiger. Auch der Zukauf von Dienstleistungen aus dem Ausland steigert die Konkurrenzfähigkeit und begründet Exporterfolge von Industrieunternehmen. Das geht aus Analysen des WIFO im Rahmen des "Forschungsschwerpunkts internationale Wirtschaft" (FIW) hervor.

Erschließung neuer Märkte wichtiger als Verlagerung von Produktionen

Der Schwerpunkt der Neuinvestitionen österreichischer Firmen in Osteuropa verlagert sich von den Nachbarländern weiter nach Osten. Bulgarien und Rumänien sowie die GUS-Länder Russland und Ukraine lösen Tschechien und Ungarn als neue Schwerpunkte ab. Dies geht aus Firmenbefragungen hervor, die in den Datenbanken der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und internationaler Institutionen ihren Niederschlag finden. Investitionen in weiter entfernten Ländern überfordern aber kleinere und mittlere Unternehmen. Die Politik ist daher aufgerufen, insbesondere das Wachstum der Firmen zu fördern. Vor allem High-Tech-Branchen benötigen mehr Risikokapital und Beratung.

FIW-Studie über Österreichs Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen und als Standort für Headquarterfunktionen

Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal und das Ausbildungsniveau wurden neben der Rechtssicherheit in einer Befragung international orientierter Unternehmen als bedeutendste Standortfaktoren für internationale Headquarterfunktionen in Österreich genannt. Die Angaben zu vergangenen Veränderungen von internationalen Headquarterfunktionen in Österreich sind in Summe positiv. Dies geht aus der im Auftrag des Wirtschaftsministeriums im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Internationale Wirtschaft (FIW) erstellten WIFO-Studie hervor.

Heimische Unternehmen mit mindestens einem Tochterunternehmen im Ausland beschäftigen im Durchschnitt 115 Arbeitskräfte, gegenüber 81 im europäischen Durchschnitt. Ihr Umsatz wuchs zwischen 2000 und 2004 um 4,3% gegenüber +3,8% pro Jahr. Österreichs multinationale Unternehmen wuchsen demnach etwas stärker und sind größer als im europäischen Durchschnitt, während die Töchterunternehmen jünger sind. Eine Studie des WIFO im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Internationale Wirtschaft (FIW) zeigt, dass der Zuwachs der heimischen Beschäftigung bei den Mutterunternehmen durch die Aktivitäten von Tochterunternehmen in anderen westeuropäischen EU-Ländern gebremst wurde. Anders ist die Situation bei Tochterunternehmen in Ostmitteleuropa: von dort gingen nur sehr schwache dämpfende Effekte auf die Beschäftigtenzahl in Österreich aus.

Auch Kleinst- und Kleinbetriebe nutzen Chancen der Osterweiterung durch Entsendung von Arbeitskräften

3.700 Dienstleistungsunternehmen in der Grenzregion Österreichs zu den neuen EU-Ländern, die meisten davon Klein- und Kleinstbetriebe, planen in den nächsten Jahren den Einstieg in ostmitteleuropäische Märkte. Bereits jetzt sind viele Dienstleistungsunternehmen international tätig, mehr als die Hälfte davon auch in den neuen EU-Ländern. Dienstleistungen werden hauptsächlich über die Entsendung von Arbeitskräften erbracht. Die Osterweiterung wird jedoch nicht von allen positiv beurteilt. Mittelfristig befürchten die Unternehmen vor allem eine Zunahme des Konkurrenzdrucks...

Wachstum um 0,3%, Beschäftigung um 0,2% höher -Bestehende Barrieren entsprechen Zollsatz von 20% bis 40%

Würde man noch bestehende Barrieren im Dienstleistungshandel abbauen, könnte das heimische Bruttoinlandsprodukt um 0,3% und die Beschäftigung um 0,2% erhöht werden. Barrieren bestehen zum Großteil in Regulierungsmaßnahmen Österreichs wie beispielsweise Zwangsmitgliedschaften bei Kammern und international unüblichen Verboten von Unternehmensgemeinschaften von Rechtsanwälten und Wirtschaftsberatern. Schätzungen gehen davon aus, dass die Barrieren im Dienstleistungsbereich im Durchschnitt in etwa einem Zollsatz 20% bis 40% (je nach Sektor und Berechnungsart) entsprechen. Zu diesem Schluss kommen zwei aufeinander aufbauende Studien des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche und des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, welche im Rahmen des "Forschungsschwerpunktes Internationale Wirtschaft" (FIW) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zum Thema Dienstleistungshandel beauftragt wurden....

FIW-Studie über Standortfaktoren

Österreich konnte sich bei einigen für Direktinvestitionsentscheidungen wichtigen Standortfaktoren, insbesondere den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) und der durchschnittlichen effektiven Unternehmensbesteuerung, in den letzten Jahren verbessern. In einer aktuellen Studie des Wiener Institutes für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) gemeinsam mit dem Department für Volkswirtschaft der WU Wien wurde im Rahmen des "Forschungsschwerpunktes Internationale Wirtschaft (FIW)" untersucht, welches Potential Österreich aufweist, weitere ausländische Direktinvestitionen anzuziehen....

Heimische Wertschöpfung aus Exporten sinkt von 68% des Exportwertes 1995 auf rund 60% im Jahr 2003- Hohes Exportwachstum kompensiert aber geringere Wertschöpfungsintensität

In Österreich als kleiner Volkswirtschaft spielen Export- und Importbeziehungen traditionell eine wichtige Rolle, die sich im Zuge der Globalisierung allerdings noch weiter verstärkt. Österreich zeigt einige typische Merkmale einer "Basar-Ökonomie", in der handels- und unternehmensbezogene Dienstleistungen an Bedeutung gewinnen, die Sachgütererzeugung hingegen zunehmend importierte Güter einsetzt deren Anteil stieg zwischen 1995 und 2003 von 23,3% auf 27,1%. Überdies...

Erheblicher Aufholbedarf bei Versicherungs , Computer und Informationsleistungen, sowie Patenten und Lizenzen

Trotz hoher Handelsbilanzüberschüsse in fast allen Dienstleistungssektoren weist Österreich lediglich beim Reiseverkehr und den Kommunikationsleistungen einen Wettbewerbsvorteil auf. Eine aktuelle Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche im Rahmen des "Forschungsschwerpunkts Internationale Wirtschaft" (FIW), beauftragt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), unterstreicht neuerlich die positive Rolle des Reiseverkehrs für Österreich...

Strukturwandel zugunsten wissensintensiver Dienstleitungen unerlässlich – Stärken in Teilbereichen

Der Bestand an Direktinvestitionen von österreichischen Dienstleistungsunternehmen im Ausland stieg von 4% des BIP Mitte der neunziger Jahre auf rund 17% 2005, die Exportquote von 10,5% auf 15% im Jahr 2007. Der Internationalisierungsgrad nimmt damit auch im Dienstleistungssektor kräftig zu, der internationale Vergleich zeigt aber, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist...